Platin – zwischen Mythos und Mode

Eine lange Reise durch die Zeit

Das edelste aller Edelmetalle wurde nicht erst in unserer Zeit entdeckt. Die alten Ägypter kannten es, ebenso die Indios, und bei diesen soll es vorgekommen sein, daß einige das Platin als „unreifes Gold“ zum Nachreifen zurück in die Flüsse warfen. Die Conquistadores nannten es „platina“, d. h. „kleines Silber“, und brachten es Mitte des 18. Jahrhunderts über Spanien nach Europa.

Seine physikalischen Eigenschaften gaben Rätsel auf. Erst 1750 stellten englische Wissenschaftler fest, daß es sich um ein eigenständiges, äußerst widerstandsfähiges Metall handelte.K800_04_Bauer

Die Entdeckung als vorzügliches Schmuckmetall ließ nicht auf sich warten: Fabergé schuf eine Zigarettendose und das berühmte Osterei, und als Ende des vorigen Jahrhunderts quer durch Europa eine Jugendbewegung entstand, die sich vom alten Standesdenken und Streben nach Prestige lossagte, vollzog sich ein Wandel in Geist und Kunst.

Für diese Epoche typisch sind Schmuckstücke von Tiffany und Van Cleef, von Boucheron, Bulgari und besonders von Cartier. Er war um 1850 einer der ersten, der das seltene Metall mit Juwelen zu kostbaren Creationen verband.

Weltweit bekannt wurden diese mit einem eigenen Stil der Schmuckgestaltung: Der Name „Floralia“ bezeichnet zarte Meisterwerke in Form von Blüten, Ranken und Bouquets, reich mit Edelsteinen besetzt. Dabei bleibt das Metall nicht selten als Trägermaterial im Hintergrund, eignet sich doch nichts besser als Platin, um edle Steine zu fassen und ihr Feuer zum Funkeln zu bringen.

Den prunkvollen Platin-Auftritten in der Belle Epoque folgte kurz vor der Jahrhundertwende der phantasiebetonte Jugendstil mit kontrastreichen Kombi- nationen aus Platin, Gelbgold und dem damals sehr beliebten farbigen Email, bis Ende der zwanziger Jahre eine neue Platin-Ära begann.

Sie war mit dem Art déco erwacht und dessen betont klaren geometrischen Formen, die sich oft eindrucksvoll in der Größe präsentierten. Breite Armbänder, markante Broschen und Anhänger, ausdrucksvolle Ringe und elegante Colliers waren typische Schöpfungen dieser Zeit. Die goldenen zwanziger Jahre – eigentlich waren sie die Platin-Zwanziger.

Und heute, zum Anfang des 21. Jahrhunderts, präsentiert sich das edelste aller Edelmetalle von dieser fast vergessenen Seite. Eine Renaissance feinen Juwelenschmucks feiert Comeback und bringt mit den Kollektionen von heute das Flair klassischer Schmuckstücke zurück – Platin Classic.

Die neuen Platinschmuckformen – Glanz beschwören sie, Romantik und Weiblichkeit, und sie stehen in Harmonie mit der Welt der Gefühle. Platin Classic: Im neuen Stil kann der Mythos weiterleben.

Autor: Platin Gilde

Bildquelle: Platin-Trauringe, Pt 950, links: für „Sie“ mit 27 Brillanten (zus. 0,43 ct.), rechts: für „Sie“   mit 9 Brillanten und 3 Diamanten im Baguetteschliffe (zus. 0,32 ct.), Rotgold 750.             Christian Bauer, Welzheim

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