Platinschmuck: Preiswürdiges Platindesign

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Platinschmuck: Preiswürdiges Platindesign


27.07.2010 /13.01

Samtig weich und anschmiegsam, modern und aus- sagestark, emotional und feminin: Platin zeigt sich dank der Kreativität von Schmuckschaffenden und Designern immer wieder von einer neuen Seite. Dieser Ideen- reichtum wird von der PGI bereits zum dritten Mal mit dem Platin Innovationspreis gefördert. Preisträgerin 2010 ist Nina Georgia Friesleben aus Düsseldorf, die für einen ungewöhnlichen Platinring ausgezeichnet wurde.

Nina Georgia Friesleben spielt mit Licht und Spiegelung, mit Harmonie und Spannung, mit den Gegensätzen von weicher Form und Geometrie. Der mit dem Platin Innovationspreis der Messe inhorgenta europe prämierte Ring „Moule“ ist von der Natur inspiriert und zitiert einen Blütenkelch. Seine Form ist auf das Wesentliche reduziert, weich zulaufend und von einer feinen Ringschiene durchdrungen. Damit wird der stilisierte Blütenkelch liegend auf der Hand fixiert – wie ein offenes Gefäß, das sich sanft über den Finger schwingt.

Überraschungseffekte in Platin


Das Highlight dieses formal schlichten Entwurfs offenbart sich auf den zweiten Blick: Der Kelch ist innen und außen hochglanzpoliert, spielt mit der Wirkung von konkaven und konvexen Rundungen und zieht den Blick in sein Inneres, in dem sich durch die Spiegelungen die Grenzen der Form aufheben und nicht mehr greifbar scheinen. Mit diesem Effekt realisiert Nina Georgia Friesleben ihr Thema der „symbolischen Form“. Sie greift damit einen Begriff des Philosophen Ernst Cassirer auf, der die „geistigen Energien“ des Menschen, also Wissen, Sprache, Kunst und Wissenschaft, als "symbolische Form" bezeichnet und in dem die Schmuckdesignerin eine besondere Aktualität erkennt: "Heute hat das Immaterielle enorm an Bedeutung gewonnen", sagt Nina Georgia Friesleben. Darauf antwortet sie mit emotionaler, intuitiver Formensprache: "Mein Schmuck ist wie ein offenes Gefäß, in dem man Gedanken oder Bilder aufbewahren kann."

Das Geheimnis des Besonderen


Der Idee des Immateriellen, des Besonderen, das nur die Trägerin kennt, entspricht auch die Verwendung von Platin. Das Edelmetall gibt sich ebenso zurückhaltend und offenbart seinen Wert nur dem Kenner. "In meinem Gestaltungskonzept hat das Material Platin aufgrund seiner ausgezeichneten Eigenschaften wie hoher Reinheit, Seltenheit und seines hohen spezifischen Gewichts Priorität. Zudem fasziniert mich sein klares und unverwechselbares Weiß", betont Nina Georgia Friesleben. Doch nicht nur optisch, auch handwerklich ist Platin für sie erste Wahl: "Diesen Ring konnte ich nur in Platin arbeiten, da er sehr fein und dünnwandig ist; nur die besondere Festigkeit von Platin gewährt seine Stabilität", erklärt die Designerin. Zudem gebe das Edelmetall dem Ring ein angenehmes Gewicht, das seine Wertigkeit vermittle. Die Besonderheit von Platin bedeutet für die junge Designerin aus Düsseldorf auch eine Verpflichtung: „Eine Idee muss diesem großartigen Metall gerecht werden. Platin ist eine Herausforderung, Schmuck mit Mehrwert und Charakter zu entwerfen.“

In allen Statements zur ihrem Entwurf kommt die Ernsthaftigkeit zum Ausdruck, mit der sich Nina Georgia Friesleben mit Schmuck und Design beschäftigt. Die 30-Jährige ist Goldschmiedin und absolvierte nach ihrer Ausbildung bei Schmuckwerk in Ratingen den Diplomstudiengang Produkt- und Schmuckdesign in Düsseldorf. 2009 beendete sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit über Porzellan.
Heute bestimmen das Designen von Schmuck, Porzellan und Glas ihre Arbeit: Während sie den Masterstudiengang of Arts in Düsseldorf absolviert, arbeitet sie freiberuflich für das Studio Christian Haas (München, Paris) mit den Materialien Glas und Porzellan. Im Bereich Interior und Produkt arbeitet sie mit Firmen wie Autostadt Wolfsburg, Theresienthal und Villeroy & Boch. Im Frühjahr 2010 stellte sie während der Schmuckmesse inhorgenta europe in München ihre erste eigene Schmuckkollektion vor – nun gekrönt vom Platin Innovationspreis für den Ring „Moule“.

Ausgezeichnetes Platindesign
Diese Auszeichnung wurde von der Messe inhorgenta europe ausgeschrieben und bereits zum dritten Mal von der PGI in der Kategorie Platin unterstützt. Der Preis würdigt besonders gelungene Schmuckstücke und Entwürfe aus dem kostbarsten aller Edelmetalle. Bisherige Preisträgerinnen sind Susanna Loew aus Saarbrücken (2008) für einen opulenten Halsschmuck, gefertigt aus überraschend leichter, zu Kugeln geformter Platinfolie, sowie Dominique Labordery (2009). Die Schmuckkünstlerin aus Düsseldorf wurde für einen Platinring in puristischen, geometrischen Formen ausgezeichnet, der Quadrat und Kreis zusammenführt und zu einem ungewöhnlichen Fingerschmuck vereint.




PLATIN GILDE INTERNATIONAL (DEUTSCHLAND) GMBH