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Platin-News
Die hohe Schneiderkunst der Schmuckcouturiers oder wie ein Schmuckstück entsteht
Am Anfang steht die Idee. Die Faszination für Schmuck ist so alt wie die Menschheit. Liebe, Verehrung, Wert, Prestige sind Begriffe, die unverwechselbar mit ihm verbunden sind. Wir verstehen Schmuck als Kulturträger alter Traditionen. Wir nutzen ihn als Ausdruck unserer Persönlichkeit und folgen dem Trend zu den echten, unverfälschten Dingen des Lebens.
Kreativität und handwerkliches Können sind im Höchstmaß gefordert, um Schmuck zu entwerfen und zu fertigen.
Schmuck zu kreieren ist die Aufgabe des Designers. Ähnlich wie ein Bildhauer oder ein Maler nimmt auch der Schmuckdesigner wichtige Impulse des Zeitgeistes auf, um sie zu interpretieren und in Formen auszudrücken.
Von der Skizze zur Formvollendung
Wie in der Mode ein Modellkleid, so wird auch ein Schmuckstück entworfen. In einer Skizze bringt der Designer seine Idee zu Papier. Eine Zeichnung im Maßstab eins zu eins gibt ein genaues Bild davon, wie das fertige Schmuckstück aussehen soll.
Vielfältig sind die Möglichkeiten, Schmuck herzustellen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arbeitsverfahren: dem Schmieden und dem Gießen.
Wobei letzteres besonders bei der Kettenherstellung angewandt wird. Je nach gewünschter Designform, ob nun eine flache Brosche oder ein Ring gestaltet werden soll, entscheidet der Schmuckdesigner welcher Arbeitsweise er sich bedienen möchte. Mittels eines Treibhammers läßt sich das Edelmetall Platin während des Schmiedevorgangs in beliebige Formen treiben und zusammenfügen - ohne daß Risse entstehen. Dieser Schmiedeprozeß ist sehr aufwendig, weil das Metall während dieser Bearbeitung immer wieder geglüht werden muß.
Im Gegensatz zu anderen Edelmetallen bietet Platin eine Anzahl von besonderen Eigenschaften. Durch seine hohe Festigkeit ist es für das sichere Fassen von weichen, empfindlichen Opalen ebenso geeignet wie für harte Diamanten, und da es durch das Schmieden sehr viel härter und elastischer wird, erlaubt es Designs von spinnfeinen Geweben bis zu flachen Formen, die der Optik besonderen Reiz verleihen.
Nachdem die Designskizze erstellt ist, nimmt am Werkbrett die Idee Formen an. Auf das geschmiedete Platinblech werden die Umrisse des Schmuckstücks aufgezeichnet, anschließend ausgesägt und getrieben. Das Feuer der Lötflamme fügt mit Hilfe des Platinlots die Teile des Schmuckstücks zusammen. Dann folgen ganz präzise Schleifarbeiten. Alle beim Löten und Montieren zurückgebliebenen Unebenheiten werden mit Schmirgelmaterialien geglättet.
Sozusagen als Qualitätsnachweis für den Kunden folgt nun die Punzierung: Pt 950. Anschließend verleihen
Bürste und Poliermasse den letzten strahlenden Glanz. In der Endkontrolle werden die Perfektion der Verarbeitung, die Qualität der Montage und der Sitz des Schmuckstücks sowie die Gesamtwirkung durch den Meister beurteilt.
Exzellentes handwerkliches Know-how, das Ausdauer, Sorgfalt und Genauigkeit erfordert, wird so zur perfekten Symbiose zwischen Kunst und Wissen, das in jedem einzelnen Schmuckstück aus Platin seinen Ausdruck findet.
Autor: Platin Gilde
Schmuckdesign: Colection Bunz, Dobel
Platinreif mit Kreuzanhänger aus Platin mit Bergkristall und Diamant
Mode: Top: Sportmax
Hose: Gianfranco Ferre Studio